HowTo Lautsprecherbau

 

Dieses HowTo richtet sich primär an Einsteiger, soll diesen etwas die Angst
vor dem Selbstbau nehmen und sie grob über das Wichtigste informieren.
Folgender Artikel ist an den Selbstbau von PA-Boxen angelehnt.

 

Material & Holz:

Es kommt drauf an was genau ihr bauen wollt, was ihr als Finish nutzt und wo die Kisten eingesetzt werden,
aber auch vom Preis her sollte ma schauen was man bekommt, bzw. teures Holz für die Billige Kiste wär ja auch unsinnig.

Gerade im PA-Bereich (Auch Gartenhütte, Garage etc.) sollte man Holz nehmen was wasserfest, bzw. wasserfest verleimt ist,
ansonsten quillt der Kram irgendwann auf.

Es sollte auch auf die Oberfläche geachtet werden, hier kann man oft zwischen A, B und C wählen, wobei A der Besten, C der gröbsten Oberfläche entspricht.
B/C reicht uns locker aus, wobei oft auch C/C möglich ist. Bei schicken HiFi Kisten, welche nur gebeizt werden, sollte man dann aber A nutzen.

Welche Stärke man nimmt, kommt auch ganz auf die Kiste drauf an.
Ich selbst nutze ab 8" Kisten durchweg 15-16mm Material, wird die Box größer (z.B. 18-21" Bass) bringe ich entsprechend genügend Verstrebungen mit an,
was oft leichter wird, als die Kiste aus dickerem Material zu bauen.
Kleine Kisten (4-8") kann man auch gerne aus 9-12mm Material bauen.
MUSS die Kiste schwer werden (Car/HiFi Bass), kommt entsprechend schweres und Dickes Material zum Einsatz, oder Doppelwand, evtl. sogar mit Sandfüllung.

 

Spanplatte - Flachpressplatten

Für Prototypen, kleine HiFi-Boxen oder ganz günstige ULB Kisten. PA eher nicht, ist nicht stabil, bricht und franzelt aus, auch net wasserfest. 
Bei Stoßkanten auch doof zu lackieren, wenn dann alles auf Gehrung sägen oder mit Filz überziehen.
Im Hifi Bereich kann hier auch furniert werden. Jedoch sollte hier gut verstrebt werden, da Span recht viel mitschwingt, oder eben kleine Kisten.


OSB - Oriented Strand Board - Grobspanplatte

Ist idR. wasserfest verleimt, nicht ganz so stabil (also 1-2 Streben mehr in die Kiste) und leicht wie Multiplex und hat eine grobe und raue Oberfläche.
Sollte man eher nutzen, wenn Kisten mit Filz überzogen werden, oder einem die Optik gefallen sollte.


MDF - Mittel-Dichte-Faserplatte

Schön dicht, schön schwer, gut zu verarbeiten, eigentlich perfekt für den Lautsprecherbau. Dafür aber nicht wasserfest und bei Stößen bricht, 
danach franzelt der Kram ganz dolle aus, vor allem an Ecken.
Wird gerne für Installationskisten verwendet oder für HiFi. Bei HiFi muss idR. vor dem Lackieren aber Füller genutzt werden, Warnex kann man aber direkt auftragen.


HDF - Hoch-Dichte-Faserplatte

Ähnlich wie MDF, allerdings noch "härter", schwerer und dichter. Gibt's net in allen stärken, is super schwer und schrecklich zum Verarbeiten. Wenn, dann für HiFi Kram.


• ST / STAE - Tischlerplatte - Stäbchensperrholz

(3-Schichtplatte) 
Gut zu verarbeiten, oft wasserfest verleimt (nachfragen) und sehr leicht. Allerdings auch recht weich,
somit dellt und drückt sich die Platte gerne ein,
das heißt schnell Kratzer, Löcher und Beulen drauf.


Sperrholz - Ab 3 Schichten, um 90° verleimt

(Pappel, Lauan etc.) 
Ähnlich der Tischlerplatte, ist aber etwas steifer, da mehrere Schichten. Nutze ich gerne, wenn's richtig leicht, 
aber net so super robust werden muss (z.B. Musikerboxen). Will auch 1 2 Streben mehr als z.B. bei mpx.


Biege-Sperrholz

Nutzt man, wenn die Kiste eine tolle/runde Form bekommen sollen, wird sehr gerne bei HiFi verwendet, idR. mehrere Schichten aufeinander.


• MPX - Multiplex - Furnier-Sperrholzplatten

Eigentlich der Standard im (PA-)Lautsprecherbau. Recht leicht, wasserfest und stabil, 
dafür oft net ganz so günstig.
Für Pa-Kisten im Roadeinsatz auf alle Fälle MPX benutzen, aber auch bei HiFi toll, da man es direkt beizen oder klar-lackieren kann, schaut toll aus.


• Gewicht pro m²:

16mm Pappel:           7,0 kg 
16mm Tischlerplatte:  7,2 kg 
15mm MPX Birke:      8,25 kg (Standard)
16mm Spanplatte:      11,2 kg 
15mm MPX Buche:    12,75 kg (Verzieht sich oft)
16mm MDF:              14,4 kg 
16mm HDF:               15 kg 
15mm Laminat:          21 kg
15mm GFK:               30 kg 
15mm Beton:             36 kg

 


Leim:

Hier tut's eigentlich jeglicher Holzleim (Weißleim), je nachdem wie und für was man die Kiste ausführt,
kann/sollte man aber Wasserfesten nutzen.
Ich selbst nutze Ponal Express, welcher schneller trocknet als der normale Ponal Weißleim.
Vorteil an Ponal ist, dass er im Gegensatz zu anderen Holzleimen keinen bis kaum Anpressdruck benötigt!

Richtig professionell nutzt man dann PU-Leim, wer's eilig hat, PU-Express.
Das Zeug bekommt man wirklich nie mehr ab, ist auch Wasserfest.
Am besten direkt ein Pack Einweg-Latexhandschuhe dazu kaufen.

 


Werkzeuge:

(Wichtigkeit von oben nach unten)
Bohrmaschine/Akkuschrauber - Is klar, Löcher bohren, Schrauben rein drehen oder mit dem Forstnerbohrer fräsen.
Stichsäge - Chassis-Ausschnitte, Verstrebungen, Griffe, Flansch, Platten passen sägen usw. (Fällt weg, wenn man CNC Bausätze kauft)
Bandschleifer - Benötige ich hinterher fast immer, so absolut 100% wird alles selten, zudem macht's auch fein den Schmutz und überschüssigen Leim vor dem Lackieren ab. (ich nutz oft 80er Körnung). Alternative: Schleifpapier, is aber mühselig. (Schwing- oder Rund-schleifer geht ebenfalls, aber is nerviger)
Lammfellrolle und Pinsel zum Lackieren
Oberfräse - Wer genaue Ausschnitte für seine Chassis (samt Fräszirkel), Anschlüsse, Griffe, Flansch & Anbauteile machen will, kommt um das Gerät nicht drumherum.
Ausschnitte abrunden ist auch einfacher & genauer, geht ohne Oberfräse aber auch mit dem Bandschleifer, Feile und Schleifpapier.
Kreissäge - Hand oder Tauchkreissäge als Minimum, falls man sich die Zuschnitte selbst macht. Lässt man sich diese machen,
oder traut sich an die Stichsäge (gibt ja auch welche mit Schienen), benötigt man keine.
Feile und oder Schleifpapier - benötigt man immermal, gerade nach Chassis-Ausschnitten.
Stechbeitel - Benötigt man ebenfalls öfters, getrockneter Leim, Überstände oder sonst was.
Cuttermesser - Darf natürlich nicht fehlen, hat aber auch jeder
Tacker - Benötigt man zum Noppenschaum oder Sonofil anbringen, aber auch zum Einschlagmuttern fixieren geeignet.
Kompressor & UnterbodenSchutz-Pistole, samt Druckminderer - Wer gescheite und grobe Struktur will, trägt diese hiermit auf. Alternativ per ganz grober Lammfellrolle.
Kleinram wie Schraubendreher, Hammer usw. hat eh jeder parat

Je nachdem wie man seine Kiste baut und wie viel man selbst macht, muss man entscheiden was man alles im Genauen benötigt.

 


Aufbau der Lautsprecherbox:

Für den Zusammenbau gibt's verschiedene Techniken:
• Stumpf aufeinander leimen und warten bis es getrocknet ist, evtl noch samt Schraubzwingen oder Spanngurten.
Problem wenn man Klemmt: Es verrutscht gerne. Diese Methode reicht für HiFi-Kisten eigentlich völlig aus.

Dübel oder Lamellos benutzen funktioniert sehr gut, aber auch hier sollte man Spannen oder Zwingen, vor allem bei PU-Leim

Zusammenleimen und direkt Spax rein drehen. So mache ich das bei PA- Kisten, oder Boxen welche lackiert werden immer.
Vorteil: Man muss nichts Klemmen (Außer Außenwände einer Trapez-oder MuFu-Box zu Anfangs) und nicht warten bis der Leim getrocknet ist,
Nachteil: Dafür müssen die Schrauben hinterher verspachtelt werden.
Ich nutze dazu immer 2er oder 2,5x25er Spax, diese versenken sich schön selbst,
das Holz platzt nicht auf (auch 16mm MDF nicht), also kein Vorbohren oder vorheriges Senken.
Als Spachtelmasse empfehle ich 2 Komponentigen GFK Spachtel aus dem KFZ Bereich, der wird bock hart und ist sehr schnell trocken,
allerdings darf man damit nicht großflächig spachteln, da Warnex darauf schlecht hält. (Finger weg von MDF Spachtelmasse, außer für kleine Kratzer oder sowas)


Tipp vom Floh: (Sehr sinnvoll, falls man nahe einer Kante oder Rand kommt, wo noch gefräst oder geschliffen werden muss und die Schraube stören könnte)

"Als fauler Mensch kann ich empfehlen die Einzelteile während des Bauens aneinander zu Spaxen.
So entfällt außerdem die Verwendung von Schraubzwingen, der Druck zum Verleimen kommt von den Spax.
Nach dem trocknen kommen die Spax wieder raus, die Löcher werden auf 6mm aufgebohrt und mit Runddübeln verschlossen.
Ich lasse diese immer 3 oder 4mm überstehen und schleife diese dann Plan.
Damit entfällt das Spachteln der Löcher der Schrauben."

 


Zusammenbau der Lautsprecherbox:

Ich gehe hier mal von meiner Seite aus, jeder geht das etwas anders an und hat seine eigenen Tricks und Vorgehensweisen.

• Platte vermessen, groben Zuschnittsplan machen
• Zuschnitte sägen und nachmessen, danach Beschriften (bei MuFu oder Trapez-Tops würde ich die Deckplatten noch eckig lassen)
• Chassis, Griffe, Füße, Anbauteile aufzeichnen und diese aussägen/fräsen (Anschlussplatte net vergessen)
• Löcher Bohren (Chassis, Griffe, etc.)
• Ausschnitte grob abschleifen per Hand
• Griffe usw. per Oberfräse abrunden
• Evtl. Griffkästen selbst bauen
• Jetzt schon von Innen Warnex (bei den Griffen, Ports...) anbringen, ebenfalls die Griffkästen lackieren.
• Hat man eine Doppelte Schallwand, dann diese jetzt aufeinander leimen und alle Einschlagmuttern der Box anbringen (Tipp: zusätzlich drüber-Tackern)
• Alle Platten korrekt nebeneinander legen, mit der Innenseite auf den Tisch, Klebeband rüber ziehen, umdrehen, Leim auf die Gehrungen
• Nun alles zusammenklappen, Schallwand dran, Spanngurt drum und feste anziehen.
• Die Box nun auf die Bodenplatte stellen, die MuFu-Form kann man jetzt schon darauf anzeichnen, danach direkt aussägen (Selbiges mit der Deckplatte)
• Versteifungsplatten (z.B. für den Flansch) und Terminal anbringen. (Leim + Spax)
• je nachdem ob man Versteifungen in der Box hat, sollte man diese jetzt anbringen, je nach Box & Versteifungsart eben.
• Deckplatten ankleben und direkt Spax durch, in jede der Wände 2 Stk.
• Nun kann man auch die Bassreflexports anbringen.
• Gitterstreben anbringen. (Aufleimen sollte reichen, ansonsten 1-2 Spax)
• Kaffee machen und warten bis alles gut angetrocknet ist (kann man auch mit nachfolgendem Punkt tauschen)
• Nun wird gespachtelt
• Nachdem alles getrocknet ist, schnappen wir uns den Bandschleifer und schleifen die Komplette Kisten einmal ab
• Oberfräse schnappen und die Kanten außen abrunden (je nachdem wie gut das wird, evtl. nochma per Hand schnell drüber schleifen)
• Nun geht's an's Lackieren, Warnex und Rolle schnappen und richtig fett und grob die Kiste Rollen
• Bei ca 20°C kann man bereits nach 5 Minuten die nächste Schicht rollen
• Ca. 10-20 Minuten Warten und die Struktur spritzen, Abstand so 20-50cm, je nach Pistole 2-3 Bar. (Nicht verdünnen!)
• Wer die Struktur mit der Rolle machen will, sollte eher 20-25 Minuten antrocknen lassen
• Nach ca 40-60 Minuten kann man Bereits seine Gummifüße anbringen, danach Noppenschaum rein tackern, Anbauteile, Terminal, Weiche rein, Chassis anklemmen & rein.
• Hat man es zwischendurch noch net gemacht, dann jetzt Frontschaum zurecht schneiden, auf's Gitter Kleben. Auf die Gitterstreben dann noch eine Lage Dichtband, dann Gitter anschrauben.

Bei Bässen fällt das ähnlich, aber bissel einfacher aus, hier braucht's keinen Spanngurt, alles direkt aufeinander leimen und Spax durch.
Nutzt man Dübel statt Spax, mus man zwischendurch noch bissel warten und immer schön zusammenspannen, gerade auf Gehrung sollte man sich Zeit nehmen und genau arbeiten.

Zum bessere Verständnis einiger Punkte, hier eine Bilderanleitung für den Zusammenbau eines CNC Gehäuses,
welches an den Deckplatten genutet ist (genauer Zusammenau und es verrutscht nix)

Anleitung CNC Bausatz


Tipps & Tricks zum Lautsprecherbau:

Einschlagmuttern von hinten mit 1-2 Tackernadeln antackern, so fällt die Einschlagmutter net gleich raus, wenn man mal feste drückt oder sich was verkeilt.
• Den Noppenschaum innen anzukleben ist Kleber- und Geldverschwendung, hier reicht einfaches Antackern. In der Box sieht's eh keiner, also ruhig auchma Reste Verbauen.
• "Nahe" des Portes, sollte man den Noppenschaum weg lassen, vor allem in dem Port. An die Schallwand selbst muss ebenfalls kein Noppenschaum.
• Auf Gitterstreben immer Dichtband anbringen, das verhindert Klappern. Ebenfalls kann man leicht und ganz dünn Vorbohren, muss aber net sein.
Terminal Platten (für NL4MPR) selbst machen schaut schick aus und kostet nix. Hier schnappt man sich nen schmalen Forstner für das kleine Loch, lässt aber noch 2-3mm Material stehen,
hier Bohrt man nun sein Loch für den Fräszirkel und fräst den Außendurchmesser. Danach den Forstner wieder in das kleine Loch setzen und fertig durch-Bohren.
• Hat man keine Oberfräse zur Hand, muss aber die Chassis versenken, macht man in die hintere Schallwand (Doppelte Schallwand vorausgesetzt) den Bafflecut, in die Vordere
dann den Außendurchmesser. Unter den Chassis benutzt man dann einfach Pappe oder mehere lagen Dichtband (oder gewebeband etc.) um auf korrekte Höhe zu kommen (muss idR. ja immer bündig werden)
Griffe selbst bauen spart ebenfalls Geld, Griffkästen ebenso. Wer allerdings viele Kisten baut, wird tierisch genervt sein vom Griffkästen bauen, hierfür gibt's dann extra Hauben von mir.
Wer aber plant, dass er Kisten mit Spanngurten Fixieren will, der sollte Marshall-Griffe verbauen, diese sind wesentlich stabiler als ein Steg aus Holz!
(Alternativ Spanngurt mit Haken nehmen, dann geht auch Butterfly)
• Verschiedene Anbauteile wie den Neigeflansch kann man auch mit ruhigem Händchen freihand ausfräsen und muss sich net extra eine Schablone bauen.
Anbauteil einfach auflegen (meißt falschrum) und Außendurchmesser aufzeichnen, nachmessen ent vergessen.
Scharfen, neuen Fräser nehmen, Oberfräse auf Vollgas und los gehts, schön langsam!
Wichtig: Unter alle Anbauteile Dichtband drunter machen, nicht nur unter Chassis und Horn. (manche Chassis haben schon Dichtband. Wenn dieses nur aus Papier besteht: Dichtband nutzen!)
• Speakons, Marshalls, Gitter, Gummifüße kann man ruhig mit gescheiten Holzschrauben anbringen, Einschlagmuttern braucht's idR. nur bei Chassis, Horn, Flansch (evtl. Rollen) und Flugteilen.
• Überlegt euch ob Gummi oder Kunststoff-Füße, beide haben Vor • und Nachteile. Ich tendiere normal zu Gummifüßen (Nutzen sich schneller ab, dafür rutscht nix)
• Denkt genau darüber nach, ob ihr wirklich Rollen an den Bässen wollt, oft ist man mit einem Rollbrett besser bedient (1 Rollbrett kann 2-4 Bässe fahren samt anderem Material und benötigt weniger Transportspace)
• Als Frontschaum nehme ich selbst gerne 10-12mm starken grobporigen (30-40ppi) für Bässe, für Tops 5mm Feinporigen (20ppi)
• Gitter hinlegen, Sprühkleber drüber, kurz antrocknen lassen, Gitter nehmen, rumdrehen und auf den Schaum pressen, am besten jetzt großflächig noch was schweres drauflegen.
• Fräsungen für Gummifüße und Stapelfräsungen sollten 4mm tief werden, Füße dann 10mm starke nutzen, so hat man bei Stacken noch etwas Spiel und verhindert aufeinander-Reiben oder Klappern.
• Stapelfräsungen immer bissel größer als die Gummifüße machen, ebenso nehme ich für diese immer Standard nen Abstand von 6cm von Außenkante bis zur Mitte Fuß (Vor allem bei Bässen)
• Ich selbst nutze für fast alles eigentlich immer 38x10mm Füße und mache Stapel- wie auch Fuß-Fräsungen genau 40mm per Forstner.
• Bedenkt, dass ihr noch Gitter anbringen müsst. Somit benötigt ihr Überstände an den Kisten.
Bei Tops lässt man diese am besten nur oben/unten überstehen, bei Bässen an allen vier Seiten.
Tops: 15mm Gitterstrebe, 1,5mm Gitter, 5mm Schaum = ~22mm, besser 1mm mehr.
Bässe: 15mm Gitterstrebe, 2mm Gitter, 10mm Schaum = ~ 27mm, besser 2mm mehr.
Am besten ist, ihr baut immer 1:1 nach Bauplan nach, ansonsten fragt vorher beim Entwickler bitte nach!


Der Vollständigkeit-halber noch Anmerkungen zum Flansch:

Bässe sollten immer Flansche mit M20 Gewinde bekommen! Top und Bass jeweils 36mm Flansch ist wackelig und klapprig.
In Bässen macht's Sinn (auch in größeren Tops) das Material zu verstärken, also unter den Flansch einfach nochmal eine Holzplatte, dass man mindestens 30mm Material darunter hat.
Nehmt den Mehrpreis und Aufwand in Kauf und verbaut in Tops direkt Neigeflansche (z.B. Adam Hall oder Red Audio), somit könnt ihr problemfrei die Tops neigen und
benötigt nicht extra Neigeadapter.
JL-Sat10 Flansch

 


Tipps zum Warnex lackieren:

• Warnex niemals verdünnen, wenn dann eher offen stehen lassen, damit's noch dicker wird. Wer das Zeug spritzen will, nutzt eine Pistole mit 3-4mm Düse.
• Man kann vor dem eigentlichen Lackieren die Kiste 1-2x mit sehr verdünntem Warnex vorlackieren, dieses erst komplett antrocknen lassen, platzt lack ab, schaut nicht direkt das helle Holz raus.
• Noch bessere Ergebnisse bekommt man, wenn man die Kiste vorher schwarz beizt, kostet aber mehr Aufwand, dafür dürfen die Kratzer auch tiefer werden, bis helles Holz heraus scheint.
• Warnex hält schlecht auf Spachtelmasse, somit vermeiden großflächig zu spachteln, somit immer gescheit Schleifen vordem Lackieren, lieber bissel zu viel als zu wenig.
Warnex auf JM-Sat12



Kurzfassung - DIY Lautsprecherbau für Anfänger:

Keine Angst zwecks dem vielen Text, Lautsprecherbau kann jeder Anfänger!

Holz vom Baumarkt zuschneiden lassen, (Fällt beim CNC Gehäuse weg)
per Stichsäge Chassis ausschneiden, (Fällt beim CNC Gehäuse weg)
Box zusammenleimen (Schrauben),
(Spachteln), schleifen, finishen (z.B. Lack. Warnex kann jeder verarbeiten und verzeiht auch sehr viele Fehler)
fertige Frequenzweiche reinschrauben und alle Leitungen anstecken,
Chassis anschrauben.
Fertig

 

Diskussion, Fragen und Vorschläge zu diesem Artikel,
findet ihr in eurem Forum unter "[HowTo] Schnelleinstieg Lautsprecherbau - Anfängerguide"



Dir hat dieser Artikel gefallen & geholfen? Gerne nehmen wir eine Spende von dir entgegen.


Zum Kommentieren musst du angemeldet sein (oder hast keine Rechte)

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.